7. Jugend
Situation
- Jugendliche brauchen in ihrer Gemeinde gute Freizeit- und Sportangebote, sichere Treffpunkte und Räume zur Mitgestaltung, verlässliche Mobilitätsangebote und digitale Infrastruktur. Ihre Anliegen müssen wir ernst nehmen. Dafür werden sie aktiv in Entscheidungen, welche sie betreffen, eingebunden.
- Nicht zuletzt wollen sich viele Jugendliche in die Gemeinschaft einbringen. Man muss sie aber ansprechen und motivieren, denn das passiert in den seltensten Fällen von allein.
Dies bedeutet für uns insbesondere:
- Münsters Vereine und Verbände leisten hier bereits eine starke Jugendarbeit. Gemeindliche Jugendarbeit sollte stets das Angebot in der Gemeinde ergänzen und verbinden, niemals in Konkurrenz zum Vereinsangebot treten. Darauf ist aus der Verwaltung heraus zu achten.
- In den Abendstunden sind Münster, Altheim und das Breitefeld allerdings für die Zielgruppe der 10- bis 17-jährigen so gut wie tot. Hier gilt es, mindestens eine Begegnungsmöglichkeit zu schaffen.
- Für die Heranwachsenden und Jugendlichen ist das Angebot mit dem Jugendtreff „Offroad“ am Abtenauer Platz schon ein guter Ort. Wir wollen weiterhin, dass das Jugendzentrum (JUZ) an alter Stelle wieder eröffnet wird. Die Verwaltung ist bereits in der Planung, aber es braucht ein aufmerksames Auge, dass dieses Thema nicht über die Zeit wegen anderer Aufgaben in den Hintergrund tritt. Auch wenn insbesondere die Finanzierung eine Herausforderung werden wird: Wir bleiben dran!
- Offene Stellen in der Kinder- und Jugendförderung sind nach Möglichkeit immer zeitnah nachzubesetzen.
- Unabhängig von Offroad und JUZ benötigt die Kinder- und Jugendpflege einen Raum, z. B. für persönliche Gespräche mit Jugendlichen. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass aus dem Gebäudebestand heraus eine geeignete, pragmatische und kostenneutrale Lösung gefunden wird.
- Münsters Jugendliche in die Gestaltung des neuen JUZ einzubeziehen, wurde bereits beschlossen, denn das fördert Identität und Beteiligung und kann ein erster Schritt hin zu einem Jugendbeirat oder gar zu einem Jugendparlament sein, dessen Gründung wir weiterhin als Ziel vor Augen haben.
- Grundsätzlich ist bei geeigneten Planungsaufgaben auf Gemeindeebene zu prüfen, ob die Einbindung von interessierten Jugendlichen sinnvoll sein kann. Dafür wollen wir einen Modus Operandi etablieren, der die Ansprache von Jugendlichen über die Schulen einfach und unbürokratisch ermöglicht.