Redebeitrag zum Antrag der FDP-Fraktion "Vermüllung der Gemeinde entschieden bekämpfen", GVS vom 06.09.2021

Wenn die Relevanz eines Antrags an der Reaktion darauf im Vorfeld von Einreichung bis heute abzulesen ist, dann kann ich sagen: „Dieser Antrag ist hoch relevant!“
Allein das Wort „Vermüllung“ hat uns Zustimmung aber auch Kritik eingebracht. Das ist gut so! Ich muss heute sagen, dass der aktuelle Zustand weniger Vermüllung, sondern mehr „Verwahrlosung“ genannt werden kann.
Unsere Wahrnehmung ist, dass der Verschmutzungsgrad Münsters in Wellenbewegungen stattfindet. Wo Unrat liegt, sammelt sich weiterer Müll an. Die Vermutung liegt nahe, dass dies an den Reinigungsintervallen der Gemeinde liegt. Die Ursache beim Bauhof zu suchen ist aber völlig falsch! Hier liegen die Ursachen unserer Meinung nach wo anders.
Lassen Sie mich aber zur Vereinfachung der Beschlussfassung einige Änderungsvorschläge zum vorliegenden Antrag machen:
- Punkt 3 können wir streichen, denn am 25. September treffen wir uns zur Kreisweiten Müllsammelaktion um 10:00 Uhr am Rathaus.
- Punkt 4 ist eine Doppelung des CDU-Antrags vom 07.09. 2020. Unter TOP 11 wurde bereits damals mit einer Gegenstimme beschlossen, dass dem – ich zitiere – desolaten Zustand der Grünanlagen entgegengewirkt werden soll. Von uns wäre damals bestimmt keine Gegenstimme zu erwarten gewesen.
In dem heute vorgestellten Investitionsprogramm wurde durch unseren Bürgermeister dargestellt, dass die Position „Grünanlagen“ im Budget 3 signifikant höher dotiert wird. Diese wieder auflebende Teilvergabe der Pflege von Grünanlagen ist richtig und findet unsere volle Zustimmung. Sie wird eine wichtige Unterstützung für den Bauhof darstellen und – davon sind wir überzeugt – in den nächsten Monaten zu einer sichtbaren Verbesserung des Gesamtbildes im Ort führen.
Wir sind übrigens sicher, dass unser neuer Klimaschutzmanager bei der Neu- und Umgestaltung wertvolle Impulse setzen wird, um zum einen den biologischen Wert und zum anderen den Pflegeaufwand für die Zukunft zu optimieren. Denn die „Münsterer Mischung“ allein bringt noch keinen echten Fortschritt in punkto Insektenschutz, Klimaschutz und ganz ehrlich, schön ist sie nur an den wenigen Tagen oder Wochen der Blüte.
Bleiben also nur noch Punkt 1 und 2 unseres Antrages.
Wir hören bei vielen Ideen, die Verwaltung sei in der Arbeitsbelastung am Limit, darum legen wir unsere Augenmerk heute auf Punkt 1 unseres Antrags. Wir müssen das Rad nicht neu erfinden, denn es gibt bereits gute und in der Praxis erprobte Konzepte, die sogar wissenschaftlich untermauert sind, um der Vermüllung Herr zu werden.
Stimmen Sie unserem Antrag in Punkt eins zu. Hören wir uns gemeinsam an, welche Konzepte es gibt und welche davon für uns sinnvoll und finanziell machbar sind.
In einem weiteren Schritt können wir dann um BPU diskutieren, ob, was und wie wir diese Anregungen umsetzen.
Um es in einer Nussschale zusammenzufassen:
Wir stellen den Ergänzungsantrag Punkt 2 bis 4 zu streichen und bitten um Zustimmung für Punkt 1.