Im Interview: Viola Gebek, Wahlkreiskandidatin zur Bundestagswahl am 23.02.2025

Am 23. Februar steht in Deutschland eine wichtige Wahl an: Der neue Bundestag wird gewählt!
In diesem Zusammenhang möchten wir Münsters Bürgerinnen und Bürgern Viola Gebek (25) vorstellen, die für die Freien Demokraten im Wahlkreis 185 - Darmstadt, zu dem auch Münster gehört, kandidiert.
Um den Bürgerinnen und Bürgern von Münster die Möglichkeit zu geben, Viola und ihre politischen Ansichten besser kennenzulernen, haben wir ein aufschlussreiches Interview mit ihr geführt:
F: Sag doch gerne etwas zu Dir selbst!
A: Mein Name ist Viola Gebek, ich bin 25 Jahre alt und lebe in Darmstadt. Für die Freien Demokraten (FDP) kandidiere ich bei der Bundestagswahl 2025 im Wahlkreis 185 (Region Darmstadt), denn Südhessen liegt mir am Herzen. Hier bin ich zu Hause und hier möchte ich mich für die Menschen einsetzen – ob jung oder alt. Ich bin Ortsvorsitzende in Darmstadt Mitte-West, Mitglied im Kreisvorstand und engagiere mich als stellvertretende Landesvorsitzende bei den Jungen Liberalen Hessen.
Aufgewachsen bin ich in Flörsheim a.M. Mein Studium der Wirtschaftspsychologie hat mich nach Darmstadt gezogen, seit meinem Masterabschluss arbeite ich als Marketing Managerin in einem internationalen Unternehmen, welches Produkte für den täglichen Bedarf herstellt. Gemeinsam mit meinem Partner wohne ich in Darmstadt, bin ein großer Tierfreund und in meiner Freizeit mache ich Sport und singe gerne.
F: Viola, warum trittst Du bei der Bundestagswahl 2025 als Kandidatin der Freien Demokraten für den Wahlkreis 185 an?
A: Ich kandidiere für den Wahlkreis 185, weil unser Land einen Richtungswechsel braucht – hin zu mehr Fortschritt, Innovation und echten Aufstiegschancen.
Darmstadt und Südhessen haben enormes Potenzial, aber unsere Wirtschaft wird durch Bürokratie, langsame Prozesse und fehlende Digitalisierung ausgebremst. In einer Welt, die immer schneller wird, können wir es uns nicht leisten, abgehängt zu werden. Ich will, dass Deutschland ein Land der Aufsteiger ist – ein Land, in dem jeder durch eigene Leistung vorankommen und sein Leben nach seinen Vorstellungen gestalten kann. Dafür müssen wir schon in der Kindheit Chancen schaffen und diese ein Leben lang fördern.
F: Welche drei Themen sind Dir besonders wichtig/was möchtest Du im Deutschen Bundestag bewirken?
A: Ein zentrales Anliegen von mir ist Chancengerechtigkeit: Aufstiegschancen dürfen nicht länger vom Elternhaus abhängen, sondern allein von individueller Leistung und Motivation. Der Vorwurf, junge Menschen seien weniger leistungsbereit, ist ein Fehlschluss – auch sie wollen sich etwas aufbauen, stoßen aber oft auf Hindernisse. Ich setze mich dafür ein, dass es leichter wird, Eigentum zu erwerben und eigenständig fürs Alter vorzusorgen. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass auch Ängste vor Altersarmut real sind. Statt bei der Rente Generationen gegeneinander auszuspielen, ist es essentiell, das Rentensystem von Grund auf neu zu denken und auch mal einen Blick in unsere Nachbarländer zu wagen. Länder wie Schweden zeigen mit ihrer Aktienrente, wie Stabilität und Generationengerechtigkeit erreicht werden können.
Die wirtschaftliche Stärke Deutschlands muss dringend neu entfacht werden. Unser Land verfügt nach wie vor über enormes Potenzial, doch Bürokratie, ein komplexes Steuersystem und hohe Energiepreise bremsen unsere Wettbewerbsfähigkeit aus. Jetzt bedarf es mutiger Reformen, um Wachstum und bessere Rahmenbedingungen schaffen. Das Ziel muss sein, Deutschland wieder an die Spitze zu bringen und das gelingt nur mit einer starken Wirtschaft – hier in Südhessen und darüber hinaus.
Bildung und Forschung sind die Schlüssel zu persönlichem Aufstieg und einem selbstbestimmten Leben – unabhängig von Herkunft oder Lebenssituation. Deshalb bin ich der Überzeugung, dass es einen echten Paradigmenwechsel im Bildungssystem braucht: einen ganzheitlichen Ansatz, der von frühkindlicher Förderung bis zum lebenslangen Lernen reicht, sowie optimale Rahmenbedingungen für Innovation und wissenschaftlichen Fortschritt schafft. Die sozialste Politik ist es, den Menschen zu befähigen, seinen Lebensunterhalt eigenständig zu bestreiten. Dringend notwendig ist für mich die Reform des Bildungsföderalismus mit bundeseinheitlichen Standards - keiner kann mehr nachvollziehen, warum es 16 unterschiedliche Abiturprüfungen braucht. Eine stärkere Rolle des Bundes schafft ebenfalls die Grundlage, um Schulen direkt und effizient zu fördern. Mit einem frei einsetzbaren Chancen-Budget können die Schulen vor Ort selbst entscheiden, wo das Geld am besten eingesetzt werden soll.
F: Was unterscheidet die Freien Demokraten von anderen Parteien?
A: Wir sind die einzige Partei, die den Menschen wirklich in den Mittelpunkt stellt.
Wir glauben daran, dass die Leute selbst am besten wissen, was gut für sie ist, und wollen, dass der Staat sie unterstützt, statt ihnen ständig Steine in den Weg zu legen. Im Gegensatz zu anderen Parteien wollen wir nicht den Status quo verwalten, sondern die Zukunft aktiv gestalten – mit Mut, Innovation und Vertrauen in die Menschen.
Für uns liegen die Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit in Fortschritt und Technologie, nicht in Verboten oder Einschränkungen. Die FDP steht für eine Politik, die Freiheit und Verantwortung miteinander verbindet und Chancen für alle schafft.
F: Was waren Deine ersten Gedanken, als Du von der Auflösung der Ampel-Regierung am 6. November erfahren hast?
A: Ich gebe zu, der Bruch der Ampel-Koalition kam für mich doch etwas überraschend. Ich habe an das Potenzial geglaubt, dass diese Koalition gemeinsam wichtige Fortschritte für unser Land erzielen könnte. Doch am Ende war die fehlende Bereitschaft von SPD und Grünen zu einer realen Migrationspolitik und zu einer echten Wirtschaftswende, die unser Land so dringend braucht, enttäuschend und einer Bundesregierung in diesen Zeiten nicht würdig. Umso mehr bin ich froh, dass die Bürgerinnen und Bürger im Februar selbst entscheiden können, in welche Richtung unser Land gehen soll. Ich sehe die Auflösung als Chance, Deutschland wieder auf Kurs zu bringen – mit einem klaren Fokus darauf, die wirklichen Probleme endlich anzupacken!
Viola, danke Dir für das Interview!
Das Interview führten Jörg Schroeter und Arne Mundelius.